Dienstag, 28. Mai 2013

Der Anfang....

Angefangen hat es im Jahr 2002, meine kleine Tochter war damals gerade Eineinhalb Jahre alt.
Ich war mit Freunden unterwegs als mir plötzlich ganz anders wurde, schwindelig, Übelkeit und das Gefühl umzukippen. Erst dachte ich das wäre nur der Kreislauf aber es besserte sich nicht, wieder zu Hause versuchte ich mich zu entspannen aber ich war innerlich total unruhig, nun ja ich wartete ab.
Am nächsten Tag war es noch nicht besser also ging davon aus das ich es einfach mit dem Feiern übertrieben hatte.
Dann wurde es auch mit der Zeit wieder besser und am nächsten Tag war es weg , gut dachte ich, nächstes Mal nicht so doll.
Nach 4 Wochen wieder das Gleiche, aber viel schlimmer, ich hatte Angst!
Ich wartete jeden tag darauf das es sich bessert, aber nein es wurde nicht besser sondern schlimmer.
Ich verließ meine Wohnung nicht mehr, essen konnte ich nur trockenes Toastbrot, ich wusste nicht mehr weiter.
Zwei Monate ging das so , bis ich dann endlich zum Arzt gegangen bin.
Dieser verschrieb mir erst nur Magentropfen, sagte ich hätte einen Reizmagen.
Monatelang quälte ich mich mit dieser ständigen Übelkeit rum, zeitweise war es besser so das ih auch mal rausgehen konnte oder was anständiges essen, aber es war nie richtig weg.
Irgendwann schickte mein Hausarzt mich dann zum Psychiater, ok war mir sehr unangenehm, aber ich dachte wenn´s hilft mach ich das.
Dort bekam ich dann alle zwei Wochen neue Tabletten, aber was ich hatte wusste ich immer noch nicht.
2004 dann der Zusammenbruch, es ging nichts mehr, ich ging freiwillig in die psychosomatische Klinik.
Nach dem Erstgespräch und den üblichen Untersuchungen hatte ich endlich was in der Hand.
Diagnose: wiederkehrende Depression
                 ängstlich-vermeindende Persönlichkeitsstörung
                Soziale Phobie
                Agoraphobie
               Atypische Magersucht
Herzlichen Glückwunsch!
Ich wurde dann auf Antidepressiva eingestellt und nach drei Wochen als stabil aber Arbeitsunfähig entlassen.
Es folgten weitere ambulante Therapien, die teilweise nicht sehr gut gelaufen sind, da die Therapeuten irgendwie nicht ganz dicht waren, so sagte die eine gute Frau zu mir : Hätten sie ihr Kind abgetrieben wären sie jetzt nicht krank! Das wollte ich mir dann nicht weiter antun und brach die Therapie ab.

Wie es weiterging schreibe ich im nächsten Post.

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